Systemisches Coaching: Was passiert eigentlich im Erstgespräch?

Du überlegst, ein Coaching zu buchen. Gleichzeitig fragst du dich: Was soll ich dort erzählen? Ist mein Thema überhaupt wichtig genug? Und was passiert, wenn ich noch gar nicht genau weiß, was ich brauche?
Vielleicht hält dich genau diese Unsicherheit davon ab, einen Termin zu vereinbaren. Deshalb möchte ich dir erklären, wie ich als systemischer Coach arbeite, was dich im kostenlosen Erstgespräch erwartet und wo die Grenzen von Coaching liegen. Du musst dein Anliegen noch nicht fertig sortiert haben, um mit mir darüber zu sprechen.
Was bedeutet systemisches Coaching?
Systemisches Coaching betrachtet dein Anliegen im Zusammenhang mit deinem Umfeld. Dazu gehören beispielsweise Beziehungen, Erwartungen, deine Rolle im Beruf und Muster, die sich im Alltag wiederholen.
Ein Beispiel: Du möchtest häufiger Nein sagen. Trotzdem übernimmst du immer wieder Aufgaben, für die du eigentlich keine Zeit hast. Dann schauen wir genauer hin: Was befürchtest du, wenn du ablehnst? Wie reagieren andere auf deine Grenzen? Und was trägt dazu bei, dass du bisher immer wieder Ja gesagt hast?
Dabei interessiert mich auch, wann dir ein Nein bereits gelingt. Was ist in diesen Situationen anders? Welche Fähigkeiten nutzt du dort, die dir auch an anderer Stelle helfen könnten?
Dieser Blick kann neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Du kannst das Verhalten anderer Menschen nicht vollständig steuern. Du kannst aber herausfinden, welchen Spielraum du selbst hast und wie du ihn nutzen möchtest.
Ich unterstütze dich dabei, eigene Antworten zu entwickeln und nächste Schritte zu finden, die zu dir passen. Die Entscheidung bleibt bei dir.
Was passiert in einem kostenlosen Erstgespräch?
Das Erstgespräch bei Coaching by Tobi dauert 15 Minuten. Wir lernen uns kennen und klären, ob dein Anliegen zu meinem Angebot passt. Es ist noch keine vollständige Coaching-Sitzung. Du musst in dieser Zeit weder deine ganze Geschichte erzählen noch bereits eine Lösung finden.

Du erzählst, was dich gerade beschäftigt
Zum Einstieg reicht ein Satz wie: „Ich komme bei einer Entscheidung nicht weiter.“ Oder: „Ich merke, dass ich meine Grenzen ständig übergehe.“ Auch „Ich weiß noch nicht genau, wie ich es beschreiben soll“ ist ein möglicher Anfang. Du entscheidest, wie viel du erzählen möchtest.
Wir klären, was du dir erhoffst
Ich frage nach, damit ich dein Anliegen besser verstehe. Beispielsweise: Was wäre für dich nach einem Coaching anders? Wobei wünschst du dir Unterstützung? Was hast du bisher versucht? Du brauchst darauf keine perfekten Antworten. Die Fragen helfen uns einzuschätzen, ob Coaching ein sinnvoller nächster Schritt sein könnte.
Du bekommst einen Eindruck von mir und meiner Arbeitsweise
Du kannst deine Fragen stellen und herausfinden, ob du dich im Gespräch mit mir wohlfühlst. Ich erläutere dir den Rahmen einer möglichen Zusammenarbeit, die Dauer und die Kosten. Wenn dein Anliegen außerhalb meines Angebots liegt, spreche ich das offen an. Zu verantwortungsvollem Coaching gehört auch, die eigenen Grenzen zu kennen.
Du entscheidest, ob du weitermachen möchtest
Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Du gehst damit keine Verpflichtung ein, anschließend eine Sitzung oder ein Paket zu buchen. Du kannst dir Zeit für deine Entscheidung nehmen.
Coaching, Therapie und Beratung: Wo liegt der Unterschied?
Die Begriffe werden häufig vermischt. Es gibt tatsächlich Überschneidungen, etwa beim Zuhören, Nachfragen und gemeinsamen Reflektieren. Der Auftrag unterscheidet sich jedoch.
Coaching unterstützt dich dabei, persönliche oder berufliche Anliegen zu klären, Entscheidungen vorzubereiten und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. In meinem Coaching bringe ich Fragen, Perspektiven und passende Übungen ein. Was du daraus umsetzt, entscheidest du.
Beratung ist ein weiter Begriff. In einer Fachberatung stehen häufig Wissen, Einschätzungen und konkrete Empfehlungen im Vordergrund. Eine Gründungsberatung kann dir beispielsweise erklären, welche Schritte für dein Vorhaben erforderlich sind. Systemische Beratung arbeitet dagegen oft ähnlich wie Coaching. Die Grenze ist deshalb nicht immer eindeutig.
Psychotherapie dient der Behandlung psychischer Erkrankungen. Coaching ersetzt weder eine diagnostische Abklärung noch eine psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung. Entscheidend ist also nicht einfach „privates Thema oder berufliches Thema“, sondern welche Unterstützung du benötigst.
Wenn beispielsweise starke Ängste oder eine anhaltende Niedergeschlagenheit deinen Alltag deutlich beeinträchtigen, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll. Ob eine psychische Erkrankung vorliegt, beurteilen entsprechend qualifizierte Fachpersonen.

Häufige Fragen zum Coaching, ehrlich beantwortet
Ist mein Thema überhaupt groß genug?
Du musst nicht warten, bis eine Situation eskaliert. Auch eine wiederkehrende Unsicherheit, ein schwieriges Gespräch oder eine Entscheidung kann ein Anlass sein. Entscheidend ist, ob du daran arbeiten möchtest und Coaching dafür geeignet ist.
Muss ich ein klares Ziel mitbringen?
Nein. Eine erste Vorstellung hilft, ist aber keine Voraussetzung. Ein Teil des Coachings kann darin bestehen, herauszufinden, worum es dir eigentlich geht und was sich verändern soll.
Sagst du mir, was ich tun soll?
Ich nehme dir deine Entscheidung nicht ab. Ich frage nach, mache Beobachtungen transparent und prüfe mit dir verschiedene Möglichkeiten. Dabei kann ich auch Dinge ansprechen, denen du bisher ausgewichen bist. Du darfst meiner Einschätzung widersprechen.
Muss ich über meine Kindheit oder sehr persönliche Dinge sprechen?
Du entscheidest, was du teilen möchtest. Frühere Erfahrungen können relevant sein, müssen aber nicht im Mittelpunkt stehen. Wir besprechen, was für dein Anliegen hilfreich ist. Du darfst jederzeit sagen, dass du eine Frage nicht beantworten möchtest.
Was passiert, wenn ich emotional werde?
Du musst dich im Gespräch nicht zusammenreißen oder etwas vorspielen. Wenn dich etwas berührt, können wir innehalten und gemeinsam schauen, was du gerade brauchst. Gefühle dürfen Raum haben. Die Grenzen zwischen Coaching und einer notwendigen therapeutischen Unterstützung bleiben dabei wichtig.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Das lässt sich vorher nicht seriös versprechen. Bei einem klar umrissenen Anliegen können wenige Gespräche ausreichen. Für wiederkehrende Muster kann mehr Zeit hilfreich sein. Wir schauen gemeinsam auf deinen Fortschritt und darauf, ob weitere Sitzungen sinnvoll sind.
Eine persönliche Coaching-Sitzung bei mir dauert 45 Minuten, eine Business-Coaching-Sitzung 60 Minuten.
Bleiben meine Gespräche vertraulich?
Ein vertraulicher Rahmen ist für meine Arbeit wesentlich. Wie wir mit Informationen und möglichen Ausnahmen umgehen, klären wir vor der Zusammenarbeit. Wird ein Business-Coaching vom Unternehmen bezahlt, vereinbaren wir ausdrücklich, welche Informationen an den Auftraggeber gehen dürfen.
Kannst du mir garantieren, dass Coaching hilft?
Nein. Ein bestimmtes Ergebnis lässt sich nicht garantieren. Coaching kann dir helfen, Zusammenhänge zu erkennen und konkrete Schritte zu entwickeln. Ob daraus Veränderung entsteht, hängt unter anderem von deinem Anliegen, unserer Zusammenarbeit und deinen Möglichkeiten im Alltag ab.

Dein erster Schritt darf klein sein
Vielleicht weißt du schon genau, wobei du Unterstützung möchtest. Vielleicht merkst du bisher nur, dass du mit deinen Gedanken allein nicht weiterkommst. Beides darf der Ausgangspunkt für ein Erstgespräch sein.
In 15 Minuten können wir uns kennenlernen, erste Fragen klären und einschätzen, ob mein Coaching zu deinem Anliegen passt.
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